Historisches, die Halfmannstr, und vom Schwelgern-Stadion

Schwelgernstadion

Die besten Spieler aus allen Hamborner Fußballvereinen traten am 20. September 1925 gegen die Mannschaft von Hertha BSC an.

Als Horst Niewrzol vom Heimatverein Hamborn vor einigen Tagen ein großes Fußball-Gruppenfoto geschenkt bekam, hätte er nicht gedacht, dass sich das Rätsel um die Entstehung des Bildes so schnell würde lösen lassen. Mehrere Leser hatten ihre Vermutungen abgegeben. Doch ausgerechnet ein Vereinsmitglied von Horst Niewrzol, der Historiker Thorsten Fischer, kennt die Auflösung.

Das Bild entstand am 20. September 1925 im Schwelgernstadion. Hamborn feierte an diesem Tag gleich drei historische Ereignisse: Die Einweihung des Schwelgernstadions, die Jahrtausendfeier der Rheinlande und das 25-jährige Gemeindejubiläum.

Thorsten Fischer hat sich mit der Geschichte dieses Tages in seinem Beitrag für das Duisburger Jahrbuch 2018 befasst. Auf das gleiche Foto, das sein Vereinkollege Horst Niewrzol aus dem Beständen der Feuerwehr Marxloh erhalten hat, stieß auch Fischer – allerdings im Stadtarchiv. „Es ist unglaublich selten, dass von einem Bild aus dieser Zeit gleich zwei Exemplare erhalten sind“, sagt Thorsten Fischer. Dank seiner Recherchen kann der Historiker weitere Hintergründe erklären.

Neue Hamborner Hymne uraufgeführt

Mehrere Sportereignisse hatten zur Eröffnung des Stadions stattgefunden. Organisiert worden waren sie unter der Federführung des „Stadtverbandes Leibesübung treibender Vereine“. Sogar eine neue Stadthymne war in Auftrag gegeben worden. Das Lied wurde beim Festakt uraufgeführt – den Liedtext konnten Besucher für eine Mark kaufen, fand Fischer für seinem Jahrbuch-Beitrag heraus.

Bei dem Fußballfoto handelt es sich um das finale Großereignis an diesem Tag. „Eine Hamborner Stadtauswahl trug damals ein Spiel gegen Hertha BSC aus. Man muss sich vorstellen: Die Berliner galten damals als die stärkste Fußballmannschaft.“

Daher hatte Hamborn aus allen Vereinen die besten Spieler rekrutiert. Gegen 17.15 Uhr pfiff der Schiedsrichter das Spiel gegen die Hertha im Schwelgernstadion an. „In der ersten Hälfte vergab Hamborns stärkstes Aufgebot einige Torchancen und die spielstarke Hertha ging mit 1:0 in Führung“, weiß Fischer. Die zusammengewürfelte Stadtmannschaft mit Spielern von Union Hamborn, Hamborn 07, den Sportfreunden Hamborn und Vorwärts Hamborn verlor das Spiel letztendlich mit 0:3 gegen die eingespielten Berliner.

Torwart leistete „Übermenschliches“

Eine Schmach ist das keineswegs gewesen: Zwischen 1926 und 1931 sollte die Hertha noch sechsmal in Folge das Endspiel um die deutsche Meisterschaft erreichen. Zudem hatten die Hamborner ihre Fans und Freunde mit ihrer Leistung keineswegs enttäuscht. Besonders hervorgehoben wurde in der damals in der Presse die Leistung von Torhüter Winnekendonk von den Sportfreunden Hamborn. Laut Zeitungsberichten leistete der an diesem Tag „schier Übermenschliches“ und verhinderte so eine noch höhere Niederlage gegen die Berliner.

Zum Abschluss der Feier, so Fischer, wurde den Zuschauern, die seit Stunden im Rund ausgeharrt hatten, ein großes Feuerwerk auf dem Berg am Stadion geboten.

Info: Das waren 1925 die Besten aus allen Vereinen

Die Fußballer des Hamborner Teams hat der Historiker Thorsten Fischer identifiziert. Es spielten: Torwart Winnekendonk (Sportfreunde Hamborn), Budde (Union Hamborn), Bode (Hamborn 07), Liebchen (Union Hamborn), Blaschek (Hamborn 07), Schrader (Union Hamborn), Thomasik (Union Hamborn), Conrads (Union Hamborn), Billen (Hamborn 07), Gazinski (Vorwärts Hamborn) und Siebelitz (07).

Für Hamborn spielten, im Tor Winnekendonk, Sportfreunde Hamborn, Budde Union Hamborn, Bode Hbn. 07, Liebchen Union, Schrader Union, Blaschek 07, Tomasik Union, Conrads Union, Billen 07, Jupp Gaczenski Vorwärtz Hamborn, Siebelitz 07.

Auf dem Bild rechts Vorwärtz Hamborn, stehend der zweite ist Jupp Gaczenski, genannt der krumme Jupp.

 

linkes Bild-dritter von rechts, Jupp Gaczenski

das Rätsel um diese Fotos ist gelöst Thorsten Fischer, Historiker vom Heimatverein Hamborn hat im Stadtarchiv die nötigen Hinweise gefunden. Beide Bilder sind 1925 im September zur Eröffnung des Schwelgern-Stadion entstanden. Es handelt sich um eine Stadtauswahl Hamborns welche gegen Hertha Berlin antrat, (0:3 für Berlin )zu dieser Zeit die beste in Deutschland. Hamborn war zu dieser Zeit noch selbstständige Stadt. 

Halfmannstr. 45a, da oben, hat der Jupp Gaczenski gewohnt, er war der Onkel von meinem Cousin Heinz Gaczenski.

Oben im zweiten Stock dort wohnte er neben den Familien Kopp, und Travis: Im Erdgeschoss links der Schuster Röntgen, daneben eine Heißmangel, und in einem Raum hinten der Friseur Max Liedel. Später machte der Sohn Günter Röntgen daraus die Gaststätte Röntgen.

Aber zu dieser Zeit gab es noch viele Lokalitäten und Geschäfte. Eine Türe zurück Blumen Fabian; daneben Instalateure Fritz&Alfred Hoffmann: Nur 20m zurück Gaststätte Pitzker, Milchmann Hans Hempel,- noch 10m zurück Schätzlein, weitere 100m Ecke Weberstr. Kartoffeln Müller,- gegenüber das Büdchen von Dülks, es steht  noch.

 in anderer Richtung weiter, Drogerie Eifert, daneben Josie Brocke Textilien,

dann Möbel noch zu sehen

ein Zeitschriftenladen, Tapeten Scherbaum; Bäckerei Hiepe,-Metzgerei Fiefers,- Goldstrass Süssigkeiten Fabriek,- Overdiek Tante Emma-Laden das Häuschen Nr. 55 steht noch. (Zigaretten einzeln zu kaufen 10 Pf.)

 das Grüne früher Goldstrass , daneben Fiefers Metzgerei.

andere Straßenseite wohnten wir, Oma mit meiner Tochter, und mein Schäferhund

Neben Overdick,- Schreinerei Peter&Paul, Durchgang zum Kosum Rückertstr. nach P&P;- Kartoffeln Daum,- gegenüber Kohlen Dülks, dann Metzgerei Krause, gegenüber Gaststätte Halfmann-später Kühn. Lebensmittel Riedel,- andere Seite,- Friseur Krause,- dann  Obst Gemüse Rademacher. Folgend Lattka Kartoffeln Nr. 88 Halfmannstr,

Gegenüber Taxi Folgmann, im gleichen Haus Apotheke Engels, Ecke Obermarxloherstr. 101 Friseur ? Ende Halfmann Ecke Holtenerstr. Kartoffel Willi Suchy,- gegenüber Rote Mühle früher Gaststätte Alfred Link, davor noch ne Frittenbude, gegen über eine Steh-Bier Kneipe

hin und wieder habe ausgeholfen

so komme ich auf 36 Geschäftsbetriebe auf einem KM Halfmannstr.

nach dem Krieg sah es so aus, alles kaputt

die kleinen Horst,s spielten in den Ruinen

haste Kohldampf mußte Kartoffeln stoppeln, einmal die Woche Gemeinschaft-Baden. 

  

dann kam die Käfer-Zeit

oder mit dem Bus zum Mariental, und zum Storchennest am Rhein

Alternativ mit dem Boot, Rad oder Moped

Ich nix VW immer Ford, heute auch noch immer bin ich fort!

wenn du ne Ische haben wolltest, mußte gut aus schaun sonst haste keine abgekriegt

immer mager auf de Rippen,-

wennde so ausgeschaut hast, haste auch nix anderes abgekriegt,

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